Bildauflösung für den Großformatdruck: prüfen und verbessern
Ein Digitaldruck kann nur so gut werden wie die Datei, aus der er entsteht. Diese Seite zeigt, wie Sie die Qualität Ihres Motivs vor der Bestellung einschätzen und was Sie tun können, wenn die Ampel im Konfigurator Gelb oder Rot zeigt.
Das Wichtigste in Kürze
- Entscheidend ist die Pixelzahl der Datei, nicht der dpi-Wert, der darin gespeichert ist.
- Faustregel für Fotos: Pixel ÷ 39 = Zentimeter, die sich in guter Qualität drucken lassen (100 dpi).
- Aus einigen Metern Entfernung reicht die halbe Auflösung, vor dem Bild stehend braucht es etwa die anderthalbfache.
- Logos und Schriften als PDF aus dem Grafikprogramm: die sind in jeder Größe scharf.
Pixel, dpi und Zentimeter: die Grundlagen
Ein digitales Bild ist ein Mosaik aus winzigen farbigen Quadraten, den Pixeln. Die Datei legt nur fest, wie viele Quadrate es in Breite und Höhe gibt. Wie groß jedes Quadrat im Druck wird, entscheidet erst das Druckformat: Dieselben 4.000 Pixel ergeben auf 40 cm Breite ein gestochen scharfes Bild, auf 4 m Breite ein grobes Raster. Genau dieses Verhältnis heißt dpi, Punkte je Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Bei Dateien spricht man streng genommen von ppi (Pixel je Zoll), gemeint ist dasselbe.
| Auflösung im Endformat | Pixel je Zentimeter | Eindruck |
|---|---|---|
| 60 dpi | 24 | scharf ab etwa 3 m Abstand: Fassaden, Fahrzeuge, Messewände |
| 100 dpi | 39 | gut aus 1 bis 2 m: Wandbilder, Schaufenster |
| 150 dpi | 59 | sehr gut, auch aus der Nähe: kleine Formate, Sticker |
| 300 dpi | 118 | Fotoqualität, für Großformate unnötig und selten erreichbar |
Rechner: Wie groß darf Ihr Bild werden?
Tragen Sie die Pixelmaße Ihrer Datei ein (wo Sie die finden, steht weiter unten).
Was die Ampel im Konfigurator misst
Der Konfigurator teilt die Pixelzahl Ihres gewählten Ausschnitts durch das Druckformat. Daraus ergibt sich die Auflösung in dpi (Punkte je Zoll, 1 Zoll = 2,54 cm). Ein Foto von 4.000 Pixeln Breite ergibt bei 100 cm Druckbreite rund 100 dpi.
- Grün: Die Auflösung reicht für einen scharfen Druck aus normaler Betrachtungsentfernung.
- Gelb: Aus der Nähe können Details weich wirken. Für Motive, die man aus einigen Metern sieht, ist das meist unkritisch.
- Rot: Einzelne Pixel werden sichtbar. Wir drucken nur, wenn Sie den Hinweis bestätigen.
Die Ampel bewertet flächige Motive, Fotos und feine Grafiken unterschiedlich: Eine Farbfläche oder ein weicher Verlauf verträgt weniger Pixel als ein Foto mit vielen Details oder ein Logo mit feinen Linien.
Welche Auflösung braucht Ihr Format?
Als Richtwert für Fotos gilt: 100 dpi im Endformat sind gut, 150 dpi sehr gut. Bei Motiven, die aus mehreren Metern Entfernung betrachtet werden, reichen oft 60 dpi.
| Druckformat | gut (100 dpi) | sehr gut (150 dpi) |
|---|---|---|
| 50 × 70 cm | 1.970 × 2.760 Pixel | 2.950 × 4.130 Pixel |
| 100 × 70 cm | 3.940 × 2.760 Pixel | 5.910 × 4.130 Pixel |
| 150 × 100 cm | 5.910 × 3.940 Pixel | 8.860 × 5.910 Pixel |
| 200 × 130 cm | 7.870 × 5.120 Pixel | 11.810 × 7.680 Pixel |
| DIN A1 (59,4 × 84,1 cm) | 2.340 × 3.310 Pixel | 3.510 × 4.970 Pixel |
| DIN A0 (84,1 × 118,9 cm) | 3.310 × 4.680 Pixel | 4.970 × 7.020 Pixel |
Rechenweg: Zentimeter geteilt durch 2,54, mal gewünschte dpi. Beispiel 100 cm: 100 ÷ 2,54 × 100 = 3.937 Pixel.
So finden Sie die Pixelmaße Ihrer Datei
- Windows: Rechtsklick auf die Datei → Eigenschaften → Details. Dort stehen Breite und Höhe in Pixeln.
- Mac: Datei in der Vorschau öffnen → Werkzeuge → Größenkorrektur. Oder im Finder mit der Leertaste die Übersicht öffnen.
- Smartphone: In der Fotos-App die Bildinformationen öffnen (iPhone: nach oben wischen oder das „i“, Android: Menü → Details).
Der Konfigurator zeigt die Pixelmaße nach dem Hochladen ebenfalls an, direkt unter dem Dateinamen. Mit den Werten können Sie oben im Rechner sehen, wie groß Ihr Bild werden darf.
Was die Qualität verbessert
- Die Originaldatei verwenden. Bilder aus WhatsApp, Messenger-Diensten oder Social-Media-Downloads sind stark verkleinert. Fragen Sie nach der Datei, die direkt aus der Kamera oder dem Programm stammt.
- Grafiken und Logos als PDF liefern. Ein PDF aus dem Grafikprogramm enthält Schriften und Formen als Vektoren und lässt sich ohne Qualitätsverlust auf jedes Format bringen. Bitte alle Schriften in Pfade wandeln oder einbetten.
- Kamera statt Screenshot. Ein Bildschirmfoto hat nur so viele Pixel wie Ihr Bildschirm, meist zu wenig für ein Format über 30 cm.
- Ausschnitt prüfen. Je stärker Sie im Konfigurator hineinzoomen, desto weniger Pixel bleiben für das Druckformat übrig. Ein größerer Ausschnitt verbessert die Ampel oft sofort.
- Betrachtungsabstand einplanen. Ein Motiv an einer Hauswand oder auf einem Fahrzeug wird aus Metern gesehen. Dort darf die Auflösung niedriger sein als bei einem Bild, vor dem man steht.
Den dpi-Wert in der Datei ändern bringt nichts
Viele Programme speichern in der Datei einen dpi-Wert, oft 72 oder 300. Dieser Wert ist nur eine Notiz für die spätere Ausgabe und ändert an den Pixeln nichts. Wer eine Datei mit 1.000 Pixeln Breite von 72 auf 300 dpi umstellt, hat danach immer noch 1.000 Pixel. Schärfe entsteht allein durch die Pixelzahl im Verhältnis zum Druckformat. Der Konfigurator liest den gespeicherten dpi-Wert deshalb nicht aus, sondern zählt die Pixel.
Hochrechnen hilft nur begrenzt
Bildprogramme und Online-Dienste können Bilder künstlich vergrößern. Das erzeugt aber keine neuen Details, sondern glättet nur die vorhandenen Pixel. Feine Strukturen wie Haare, Text oder Gras werden weich oder bekommen Artefakte. Für flächige Motive und Verläufe kann das Ergebnis brauchbar sein, für detailreiche Fotos meist nicht. Wenn Sie hochrechnen, laden Sie das Ergebnis hoch und beurteilen Sie die Vorschau kritisch.
Farben
Bildschirme leuchten, Folie nicht. Kräftige Bildschirmfarben, besonders leuchtendes Blau, Orange und Grün, wirken im Druck etwas gedämpfter. Dateien im RGB-Farbraum sind für uns in Ordnung, wir wandeln sie für den Druck um. Ein farbverbindlicher Abgleich ist online nicht möglich.
Wenn Sie unsicher sind
Buchen Sie im Konfigurator den Datencheck dazu. Unser Grafikteam prüft dann Auflösung im Endformat, Farbraum, Anschnitt und Schriften und meldet sich vor dem Druck, falls etwas auffällt. Ohne Datencheck drucken wir die Datei so, wie sie geliefert wird; die Ampel im Konfigurator beurteilt nur die Pixelzahl.